Immer wieder stelle ich fest, dass Unternehmensleitungen die ihnen anvertraute Organisation nach einfachen mechanistischen Modellen zu steuern versuchen. Um die Rekrutierung von Nachwuchskräften kümmert sich die Personalabteilung; Compliance ist die Aufgabe der Rechtsabteilung; geht es um Kundenzufriedenheit, werden Qualität und Qualitätsmanagement wichtig; und um die Betriebsgenehmigung für die Produktion aufrecht zu erhalten, wird die Umweltabteilung wichtig, weil ein Behördenbesuch ansteht. Die Steuerung folgt also diesem Modell:

  • Thema A > wird von Abteilung A behandelt
  • Thema B > wird von Abteilung B behandelt
  • Thema C > usw.

(mehr …)

weiterlesen ...

Flip-Charts und Kekse; Pausenzeiten und Ziele; vertrocknete Filzstifte und Sätze mit „wir müssen wirklich mal…“: It‘s Workshop-Time, denn wieder mal ist Change ausgerufen. Workshops sind ein ausgezeichnetes Format, um gerade in Veränderungsprojekten verschiedene Stakeholder-Perspektiven zusammenzubringen. In ausreichender Distanz zum Alltag können neue Lösungen gefunden und Betroffene in den Veränderungsprozess eingebunden werden. Doch in mancher Organisation hat sich, geplagt von immer wieder neuen Veränderungsansätzen mit immer wieder neuen, groß angelegten Change-Konzepten, bei Workshop-erfahrenen Teilnehmern eine ziemlich dicke Hornhaut gebildet. Die fungiert als Selbstschutz – und hat häufig eine traurige Vorgeschichte. (mehr …)

weiterlesen ...

Wie Führungskräfte Motivation zerstören

Es reicht mal wieder. Ab und zu und erst vor kurzem erneut werde ich Zeuge von Führungsverhalten, das gelinde gesagt unreflektiert ist, dafür aber zu erheblichen Verwerfungen führt. Ich möchte anhand realer, selbstverständlich anonymisierter und leicht veränderter Beispiele aufzeigen, inwiefern schlechte Führung als „Führungs-Foul“ zu werten ist. Es gibt eine imposante Fülle von Führungs-Fouls, weshalb ich die hier getroffene Auswahl an der Häufigkeit des Auftretens orientiere. (mehr …)

weiterlesen ...

Neue Zielgruppen für die interne Kommunikation

„Waaaas? Rund 50%?“ Die Verantwortliche für die interne Kommunikation staunte nicht schlecht, als sie erfuhr, dass in der Produktion fast die Hälfte aller Mitarbeiter keine fest angestellten, sondern externe Fachkräfte waren. Davon waren die meisten als Zeitarbeitnehmer zwar nur über einen bestimmten Zeitraum beschäftigt und der Rest als wiederkehrender Dienstleister (z.B. für Instandhaltungstätigkeiten) oder als Werkverträgler in Projekte eingebunden. Aber die „Zugehörigkeit“ vieler dieser „externen Internen“ zum Unternehmen war oftmals deutlich länger als gedacht. Genau diese Zielgruppe aber spielte im besagten Unternehmen keinerlei Rolle für die interne Kommunikation: Sie wurde schlicht übersehen. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung dürfte sich das Thema noch weiter zuspitzen. (mehr …)

weiterlesen ...

Teil 3: Agilität – Qualität – Kommunikation

In 3 Blog-Posts befasse ich mich mit dem Verhältnis zwischen Qualität und Kommunikation und dies ist der dritte, abschließende Beitrag. Die ersten beiden Teile zeigen auf:

  • Die Qualität eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer Kombination daraus ist immer auch Ergebnis vielfältiger Kommunikationsprozesse (Teil 1).
  • Obwohl kaum jemand die Bedeutung der Kommunikation auch im Zusammenhang von Qualität und Qualitätsmanagement bestreitet, gibt es in den wenigsten Unternehmen eine explizite Zuständigkeit für die Kommunikationsqualität (Teil 2).

Dabei nimmt die Bedeutung der (internen) Kommunikation in Zeiten digitaler Transformation weiter zu – und das macht vor dem Qualitätsmanagement nicht halt. (mehr …)

weiterlesen ...

Teil 2: Kommunikationsqualität

Im 1. Teil hatte ich aufgezeigt, dass die Qualität eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer Kombination daraus (ich fasse alle Möglichkeiten fortan unter „Produkt“) immer auch das Ergebnis von Kommunikation ist. Anforderungen an den Lieferanten werden beim Auftraggeber in Sequenzen interner Kommunikationen erzeugt und an den Lieferanten kommuniziert. Dort werden sie abermals zum Gegenstand vielfältiger Kommunikationssequenzen, werden in Klärungsgesprächen mit dem Auftraggeber diskutiert, vielleicht modifiziert, ausgehandelt und schließlich in vertraglicher Form festgeschrieben. Wenn aber die Kommunikation maßgeblich für die Qualität ist, wie steht es dann um die Qualität der Kommunikation? Vor allem aber: Wer fühlt sich zuständig dafür, diese zentrale Ressource mit einem professionellen Managementansatz zu betreuen? Nennen wir diese Funktion vorläufig „Beauftragter für Kommunikationsqualität“ – wer könnte dies sein? (mehr …)

weiterlesen ...

Teil 1: Warum „Qualität“ immer auch ein Resultat von Kommunikation ist

Na? Überschrift gelesen und den Kopf geschüttelt, weil Qualität doch schließlich in der Produktion bzw. im Zuge der Dienstleistung entsteht? Ok, das bestreite ich nicht. Aber es braucht ein ganzes Bündel von Kommunikationen, damit einem Produkt oder einer Dienstleistung (oder Kombinationen daraus) „Qualität“ zugesprochen werden kann. Für manchen mag das abwegig klingen, doch stehe ich mit dieser Auffassung keineswegs allein. Im Gegenteil, internationale Standards zum Qualitätsmanagement sehen das mindestens implizit genauso. (mehr …)

weiterlesen ...

Eine Selbstbefragung anhand von 5 Einladungen

Bekanntermaßen weihnachtet es in diesen Tagen und der Jahreswechsel ist bereits in Sicht. Für viele ist das allerdings ein ziemlicher Horror: immer noch keine Ideen für originelle Geschenke; mal wieder Besuchsstress: wer kommt zu Heiligabend zu Besuch, was wird gekocht und wie verhindern wir politische Diskussionen; wann endlich muss ich nicht mehr „Last Christmas“ hören; wie kriegen wir es hin, dass die Silvesterfeier wenigstens ein bisschen entgleist; etc. Aber auf eine eigentümliche Art ist die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel allem Allzuweltlichen zum Trotz eine Gelegenheit, ein bisschen zu sinnieren. Wie lange ist es her, dass Sie sich dafür Zeit genommen haben?

Hier kommen 5 Einladungen in Frageform, hinterlegt mit einigen ergänzenden Impulsen. Ihre Antworten müssen Sie ja nicht jedem verraten – aber gemeinsam mit anderen macht es noch mehr Spaß. Beispielsweise, indem jeder seine Antworten anonym auf einen Zettel schreibt. Anschließend wird geraten, wer welche Antworten gegeben hat und wie es dazu kommen konnte. Damit es spannend bleibt, schlage ich vor, dass Sie zunächst nur die durch größere Schrifttypo markierte Hauptfrage lesen und beantworten, schriftlich oder im Kopf. Erst nachdem Sie eine Antwort gefunden haben, lesen Sie die angefügten weiterführende Fragen und Gedanken. Vielleicht ergeben sich zusätzliche Impulse? Erst dann setzen Sie sich mit der nächsten Hauptfrage auseinander usf. Los geht’s, wenn Sie mögen:

(mehr …)

weiterlesen ...

Ein Berater über Berater

Wieso eigentlich glauben die Vorstände und Geschäftsführungen dem Unternehmensberater und nicht dem eigenen Führungskreis? Für viel Geld, das an anderer Stelle nicht zur Verfügung steht, wird zuweilen eingekauft, was entweder trivial und altbekannt oder aber schlicht nicht umsetzbar ist. „Da hat unser Vorstand mal wieder einen neuen Guru gefunden“, grummelt es aus der Mannschaft. Wie also kann das sein? (mehr …)

weiterlesen ...

Neue Lage oder neues Label?

„VUCA“: Dieses Akronym begegnet vermutlich nicht nur mir andauernd. Es klingt fast ein bisschen wie Voodoo und zuweilen scheint es, als sei diese schwarzmagische Note absichtsvoll angespielt. Denn in der Regel wird mit dem Akronym, das für „volatility“, „uncertainty“, „complexity“ und „ambiguity“ (bzw. als „VUKA“ für die entsprechenden deutschsprachigen Ausdrücke) steht, eine genuin neue, unheimliche Bedrohung adressiert. Etwas ist im Anmarsch, auf das aufmerksam zu machen ist, weil es anderenfalls unbeachtet bliebe und Schaden anrichtete. Handeln ist geboten und jene, die das Wort haben (und sich mit dem Label „VUCA“ schmücken), wissen, was zu tun ist. Bedeutungsschwer zustimmendes Nicken erfährt, wer die VUCA-Diagnose als erster ins Spiel bringt. (mehr …)

weiterlesen ...

Dr. Guido Wolf,
Kommunikationsforscher

Unternehmensberater – Trainer – Moderator – Coach

Institutsleitung conex.

Institut für Consulting, Training, Management Support

Nähere Informationen über mich finden Sie hier > (PDF)

Hier finden Sie weitere Informationen über mein Beratungsinstitut
www.conex-Institut.de

Hier finden Sie nähere Informationen über mein Angebot zum Executive Coaching
www.exe-co.de

Dr. Guido Wolf

Heinrich-von-Kleist-Str. 11
53113 Bonn
Germany

Tel.: +49 (0) 228 911 44 22
Mobil: +49 (0) 171 47 58 115
E-Mail: gwolf@conex-institut.de