2x2
axon-blog-header-002

Timing ist alles_#57

„Agenda-Positioning“ als Erfolgsfaktor

Wenn ich das richtig sehe und mir nichts durchgegangen ist, dann könnte mir ein neues Label eingefallen sein: „Agenda-Positioning“. Damit beschreibe ich solche Aktivitäten, die es einzusetzen gilt, um auf einer Meeting-Agenda an günstiger Position zu stehen. Dass ich mit dem Anglizismus fraglos das Klischee bediene, dass Berater permanent versuchen, noch so kleine Ideen mit bedeutsamkeitsheischenden, bevorzugt englischsprachigen Etiketten zu belegen, nehme ich in Kauf. Eine treffende (deutschsprachige) Bezeichnung für den proaktiven (proaktiv: noch so eine Beratervokabel) Umgang damit konnte ich nicht finden. Beginnen möchte ich mit einem Schwank aus dem Leben, der manchem bekannt vorkommen dürfte.

Sich selbst ein Bild machen_56

Kunst als Impuls. Und ein bisschen Reklame für andere

Gar nicht lange her: Meine liebe Kollegin Stefanie Voss (hier geht es zu ihrer Homepage) machte mich auf ein Angebot mit dem vielversprechenden Namen „Art4reflection“ aufmerksam. Ausgerichtet von der Symbolon AG aus Liechtenstein (hier geht es zur Symbolon AG), verbindet das Format Kunst und Coaching (wie der Markenname bereits andeutet). Die Betrachtung ausgewählter Kunstwerke schafft Impulse für die Auseinandersetzung mit eigenen Denk- und Handlungsmustern, so lässt sich die Idee vielleicht zusammenfassen. Das klang hinreichend spannend, sodass ich mich anmeldete. Sogar meine Frau vermochte ich zur Teilnahme zu überreden.

Sinn machen_#54

Eine aktuelle Fundamentalkategorie aus wissenssoziologischer Sicht

Ab und zu – vielleicht sogar zu selten – werden in den Unternehmen die großen Fragen gestellt. „Wo werden wir in 5 Jahren stehen?“ „Warum sollten junge High Potentials bei uns arbeiten wollen?“ „Was unterscheidet uns wirklich von den Wettbewerbern? „Welche Grundüberzeugungen und welche Werte teilen wir?“ „Wie und mit welchen neuen Lösungen können wir neue Kunden gewinnen?“

Möge die Macht mit Dir sein_#53

Teil 2: Mit Hierarchie und Hierarchen umgehen

Pünktlich um 10 Uhr morgens, so war es vereinbart, sollte die große Sales-Konferenz mit mehr als 100 Teilnehmern beginnen. Im Rahmen eines Vorbereitungsgesprächs lange vor dem Event hatte der ausrichtende Gebietsleiter ausdrücklich den pünktlichen Beginn eingefordert. Endlich war der große Tag gekommen, alle waren pünktlich erschienen. Alle? Fast alle: Als Moderator dieser Konferenz schaute zum wiederholten Mal auf die Uhr. Mittlerweile war es10.07 Uhr – aber vom Gebietsleiter und seiner nächsten Berichtsebene war weit und breit nichts zu sehen. Ausgesprochen blöd, denn es war vollkommen klar, dass er als Gastgeber für die Begrüßung zuständig war. Also machte ich eine kleine launige Bemerkung ins Plenum, kündigte den dann aber wirklich pünktlichen Beginn für 10.15 an und startete meine Suche (ans Telefon bekam ich den Mann schon mal nicht). Vollkommen überrascht fand ich schließlich die Herren (Damen waren nicht dabei): In sichtlich aufgeräumter Stimmung saß man im Frühstücksraum und hatte soeben nochmals Kaffee nachgeordert. „Jaja, wir kommen jetzt“, wurde ich vom Gebietsleiter leicht unwirsch beschieden, als ich etwas wild auf die Uhr deutete. Der Mann wandte sich erneut seiner Gesprächsrunde zu. Anstalten, sich zu erheben und sein versammeltes „Fußvolk“, wie er sich ausgedrückt hatte, zu begrüßen, machte er nicht. Also lief ich zurück und begann mit der Veranstaltung, denn mittlerweile war es 10.15 Uhr. Als man schließlich eintraf, wechselte die Gesichtsfarbe des Gebietsleiters von normal über weiß auf rot: Ich hatte es gewagt, nicht auf ihn zu warten.

Keine Macht für niemand_#52

Teil 1: Annahmen und Mythen rund um Macht und Hierarchie

Neulich mit mir im Raum: rund 60 Expertinnen und Experten für interne Kommunikation. Wir gehören zu Unternehmen, Agenturen, Beratungsgesellschaften und anderen Organisationen. Ein eloquenter junger Mann referiert soeben über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Unternehmen und deren Führung. Seine Darlegungen gipfeln in der These: „Die größte Errungenschaft des digitalen Wandels besteht in der endgültigen Abschaffung von Hierarchie!“ Ein Murmeln unter den Zuhörern setzt ein, das mir überwiegend zustimmend vorkommt, bejahendes Nicken ist zu beobachten. Überrascht schaue ich mir den jungen Mann an: Sollte ich so viele Jahre nach wilden Studienzeiten mal wieder einem Anarchisten begegnet sein? Mitten im Business? Und was heißt hier nur einem: Angesichts der zustimmenden Resonanz scheinen nicht wenige um mich herum ebenfalls dazu zu gehören. Dank digitaler Transformation ist die Revolution also schließlich doch noch angekommen: keine Hierarchie mehr – keine Macht für niemand?

„Out-thinking Organizational Communications: The Impact of Digital Transformation“_#51

Heute mal ein leicht reklamelastiger Blog-Post: Soeben ist ein Sammelband erschienen, der sich mit den Auswirkungen der Digitalen Transformation auf die Unternehmenskommunikation befasst. Mir wurde die Ehre zuteil, als einer von 11 Autoren zu dem von Joachim Klewes, Dirk Popp und Manuela Rost-Hein herausgegebenen Buch beitragen zu dürfen.