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Bloß kein Kontrollverlust_#59

Die angstbefreiende Aufgabe der Allwirksamkeitsannahme

Wer etwas sagen möchte, das auf die Zustimmung aller trifft, könnte beispielsweise diesen Satz äußern: „Führungskräfte müssen in ihrer Kommunikation offen und authentisch sein.“ Insbesondere Führungskräfte auf höchster Ebene nicken zustimmend: ja sicher, ist doch klar. Es ist daher bemerkenswert zu erleben, mit welchem Aufwand Kommunikationssituationen präpariert werden, selbst wenn diese vor einem vergleichsweise kleinen Publikum stattfinden.

Durch die Sinne zum Sinn_#58

Ein Werbeblock (bzw. -blog) anlässlich der Veröffentlichung eines neuen Methoden-Buches

Am Anfang steht die Sinn-Frage: „Wohin wollen wir?“ „Was tragen wir zum Wohlbefinden unserer Kunden bei?“ „Welche Grundüberzeugungen und welche Werte teilen wir?“ „Worin liegen unsere Stärken als Team?“ „Wie können wir gute Nachwuchskräfte davon überzeugen, bei uns zu arbeiten?“ Fragen wie diese stellen sich alle Organisationen. Obwohl sehr unterschiedlich motiviert und sicherlich spezifisch ausgerichtet wird nicht nur einmal im Leben einer Organisation nach dem Sinn gefragt.

Timing ist alles_#57

„Agenda-Positioning“ als Erfolgsfaktor

Wenn ich das richtig sehe und mir nichts durchgegangen ist, dann könnte mir ein neues Label eingefallen sein: „Agenda-Positioning“. Damit beschreibe ich solche Aktivitäten, die es einzusetzen gilt, um auf einer Meeting-Agenda an günstiger Position zu stehen. Dass ich mit dem Anglizismus fraglos das Klischee bediene, dass Berater permanent versuchen, noch so kleine Ideen mit bedeutsamkeitsheischenden, bevorzugt englischsprachigen Etiketten zu belegen, nehme ich in Kauf. Eine treffende (deutschsprachige) Bezeichnung für den proaktiven (proaktiv: noch so eine Beratervokabel) Umgang damit konnte ich nicht finden. Beginnen möchte ich mit einem Schwank aus dem Leben, der manchem bekannt vorkommen dürfte.

Sich selbst ein Bild machen_#56

Kunst als Impuls. Und ein bisschen Reklame für andere

Gar nicht lange her: Meine liebe Kollegin Stefanie Voss (hier geht es zu ihrer Homepage) machte mich auf ein Angebot mit dem vielversprechenden Namen „Art4reflection“ aufmerksam. Ausgerichtet von der Symbolon AG aus Liechtenstein (hier geht es zur Symbolon AG), verbindet das Format Kunst und Coaching (wie der Markenname bereits andeutet). Die Betrachtung ausgewählter Kunstwerke schafft Impulse für die Auseinandersetzung mit eigenen Denk- und Handlungsmustern, so lässt sich die Idee vielleicht zusammenfassen. Das klang hinreichend spannend, sodass ich mich anmeldete. Sogar meine Frau vermochte ich zur Teilnahme zu überreden.

Sinn machen_#54

Eine aktuelle Fundamentalkategorie aus wissenssoziologischer Sicht

Ab und zu – vielleicht sogar zu selten – werden in den Unternehmen die großen Fragen gestellt. „Wo werden wir in 5 Jahren stehen?“ „Warum sollten junge High Potentials bei uns arbeiten wollen?“ „Was unterscheidet uns wirklich von den Wettbewerbern? „Welche Grundüberzeugungen und welche Werte teilen wir?“ „Wie und mit welchen neuen Lösungen können wir neue Kunden gewinnen?“

Möge die Macht mit Dir sein_#53

Teil 2: Mit Hierarchie und Hierarchen umgehen

Pünktlich um 10 Uhr morgens, so war es vereinbart, sollte die große Sales-Konferenz mit mehr als 100 Teilnehmern beginnen. Im Rahmen eines Vorbereitungsgesprächs lange vor dem Event hatte der ausrichtende Gebietsleiter ausdrücklich den pünktlichen Beginn eingefordert. Endlich war der große Tag gekommen, alle waren pünktlich erschienen. Alle? Fast alle: Als Moderator dieser Konferenz schaute zum wiederholten Mal auf die Uhr. Mittlerweile war es10.07 Uhr – aber vom Gebietsleiter und seiner nächsten Berichtsebene war weit und breit nichts zu sehen. Ausgesprochen blöd, denn es war vollkommen klar, dass er als Gastgeber für die Begrüßung zuständig war. Also machte ich eine kleine launige Bemerkung ins Plenum, kündigte den dann aber wirklich pünktlichen Beginn für 10.15 an und startete meine Suche (ans Telefon bekam ich den Mann schon mal nicht). Vollkommen überrascht fand ich schließlich die Herren (Damen waren nicht dabei): In sichtlich aufgeräumter Stimmung saß man im Frühstücksraum und hatte soeben nochmals Kaffee nachgeordert. „Jaja, wir kommen jetzt“, wurde ich vom Gebietsleiter leicht unwirsch beschieden, als ich etwas wild auf die Uhr deutete. Der Mann wandte sich erneut seiner Gesprächsrunde zu. Anstalten, sich zu erheben und sein versammeltes „Fußvolk“, wie er sich ausgedrückt hatte, zu begrüßen, machte er nicht. Also lief ich zurück und begann mit der Veranstaltung, denn mittlerweile war es 10.15 Uhr. Als man schließlich eintraf, wechselte die Gesichtsfarbe des Gebietsleiters von normal über weiß auf rot: Ich hatte es gewagt, nicht auf ihn zu warten.