“Never normal”: Die Corona Challenge_83

„Long Covid“: Wer weiterhin das Unternehmen im aktionistischen Modus führt, verspielt Potentiale für eine nachhaltig sichere Zukunft. Deshalb haben wir den „ROBU-Check entwickelt, der eine schnelle 360°-Analyse über wesentliche Ansatzpunkte bietet. In dem Blog-Post erkläre ich, weshalb wir das für notwendig erachten.

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Resilience Management: Mit klarer Diagnostik zur robusten Organisation_#82

Wie robust ist Ihre Organisation aufgestellt? Wo sollten Sie ansetzen, um jetzt die Weichen für eine nachhaltige Sicherung Ihrer Zukunft zu stellen? Wer mehr will als lediglich irgendwie durch die Corona-Krise zu kommen, braucht eine klare Diagnose und ein ganzheitlich aufgesetztes Vorgehen, damit Insellösungen und unkoordinierte Einzelmaßnahmen die Zukunft des Unternehmens nicht belasten.

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Agieren statt reagieren in Zeiten von Corona_#81

Die ersten Corona-Wochen wurden überraschend gut überstanden. Auch unter Remote-Bedingungen funktionierten die Prozesse weitgehend, wie der „Quick Scan Work – Lead – Communicate“ ergab. Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben erste Prognosen für die post-Corona-Zeit. Dann wird es ein „neues Betriebssystem“ geben, das vielfältige Herausforderungen insbesondere an den Umgang mit Emotionen stellt. Umso wichtiger ist es, schon jetzt Erfahrungen zu sichern, um für die künftige Gestaltung der Organisation zu lernen.

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Agieren statt reagieren in Zeiten von Corona_#80

Es braucht Orientierung, um die negativen Folgen einer alle Vorstellungen sprengenden Krisensituation zu begrenzen. Genau das meint „Mitigation“: das eigene Tun und Handeln achtsam und bedacht auszuführen. Bei aller Unterschiedlichkeit der individuellen, situativen und Unternehmensbedingungen helfen übergeordnete Prinzipien und Ansatzpunkte: Ich stelle Ihnen den „Corona-Leuchtturm“ vor.

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Agieren statt reagieren in Zeiten von Corona_#79

Es ist die Zeit der roten Telefone und niemand weiß, wie lange der Corona-Alptraum dauern wird. Fire Fighting ist das Gebot der Stunde, es gilt, die Organisation über Wasser zu halten. Klar ist aber auch, dass es auch in Zeiten der Krisenorganisation gelingen muss, mit angepassten Prozessen, Strukturen und Techniken der Selbststeuerung Stabilität zu erreichen. Orientierung bieten ein dem Krisen- und Notfallmanagement entlehntes Phasenmodell sowie ein wichtiges Prinzip: das Prinzip der Mitigation.

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„Wenn der das sagt, dann ist das wichtig“: Relevanz und Relevanz-Vorschuss_#78

Da steht er und spricht: die anerkannte Koryphäe, die ihr Licht endlich auch auf uns scheinen lässt. Beeindruckt hängt das Publikum an seinen Lippen, lacht über die witzigen Aperçus und applaudiert begeistert. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass da einer ein ziemlich dünnes Inhalts-Brett bohrt. Wieso kann er trotzdem erfolgreich sein? Weil er sich ein fundamentales Wirkprinzip zwischenmenschlicher Kommunikation zunutze macht: das Prinzip der Relevanz.

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Aus Fehlern lernen: „Fuckup Night“_#77

Immer noch weitgehend unbemerkt hat sich in den letzten Jahren ein Veranstaltungsformat etabliert, in dem Menschen öffentlich über ihr persönliches Scheitern berichten und zeigen, was sie daraus gelernt haben. Das zugehörige Format firmiert unter dem spektakulären Etikett „Fuckup Night“ und wurde 2012 in Mexico-City erfunden. Was hat es damit auf sich?

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Wege zu Purpose und Sinn _#76

Seit der britische Unternehmensberater Simon Sinek im September 2009 seine berühmt gewordene Rede auf einer TED Conference hielt, hat sich die Dimension „Purpose“ als zentraler Unterschiedsfaktor für außergewöhnlichen Erfolg etabliert. Sinek zeigt auf, dass es den wirklich erfolgreichen Personen oder Organisationen gelingt, ihre fundamentalen Absichten und Überzeugungen als Ausgangspunkt für alle weiteren Positionierungen zu nutzen. Deshalb postuliert er: „Always start with Why.“ Doch ist die Frage nach dem „Warum“ wirklich geeignet, den Weg in Richtung Zukunft, Sinn und Purpose zu öffnen?

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“Zu Risiken und Nebenwirkungen…“: Kommunikationsfallen im Risikomanagement_#75

Jedes Unternehmen braucht ein systematisches Risikomanagement – und es tut gut daran, das eigene Vor-gehen gerade bei Team-getragenen Risikobewertungen kritisch zu analysieren. Dabei sollten insbesondere kommunikative Begleitumstände berücksichtigt werden, unter denen Risikobewertungen zustande kommen. Zwar ist die Bewertung von Risiken in einem möglichst cross-funktionalen Team der durch eine Einzelperson unternommenen Risikobewertung weit überlegen. Doch auch in der Team-internen Auseinandersetzung lauern Kommunikationsfallen.

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Vor dem Knall war die Drift_#74

In allen Organisationen gibt es Regeln, die die Ausführung von Tätigkeiten bzw. Prozessen betreffen. Und in allen Organisationen wird zuweilen von diesen Regeln abgewichen. Das kann manchmal sogar notwendig und im Interesse der Organisation liegen. Doch es liegt auf der Hand, dass erodierende Regeln ein erhebliches Qualitätsrisiko darstellen, denn aus Einzelfällen wird Schritt für Schritt und beinahe unbemerkt eine „Drift“ hin zu riskantem Verhalten. Wer sich dieses Risikos bewusst wird, kann sogar von der Drift lernen.

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Wie Sie Ihr Unternehmen robust und sicher für die Zukunft rüsten

Vorsichtig stellt sich Optimismus ein, passend zur Frühjahrszeit 2021. Die Corona-Pandemie hat zwar immer noch große Teile der Wirtschaft im Griff. Doch es sieht so aus, als griffen die verschiedenen Strategien endlich ineinander: Die Impfkampagne läuft nun auch in Deutschland auf Hochtouren, Lockdown und Ausgangssperren entfalten Wirkung. Die einsetzende wärmere Jahreszeit dürfte zusätzliche Entlastung bringen. (mehr …)

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Wetten, dass ich Ihre Gedanken lesen kann? Sie denken dreierlei:

  1. Corona: Ich kann’s nicht mehr hören.
  2. Ich habe keine Zeit, mich um die Zukunft zu kümmern, denn wir verwenden unsere gesamte Energie darauf, die Gegenwart zu bewältigen.
  3. Wie kommt es eigentlich, dass mittlerweile sämtliche Berater zu wissen behaupten, was ich tun soll, wenn noch nie jemand eine Pandemie mit weltweitem Lockdown erfolgreich durchstehen musste?

Dazu möchte ich sagen:

  • ad 1.: Geht mir nicht anders. Aber an der Realität kommt niemand vorbei.
  • ad 2.: Das will ich nicht glauben. Träfe es aber zu, dann wäre das wirklich leichtfertig und, mit Blick auf die Zukunft Ihres Unternehmens, alles andere als verantwortungsbewusst.
  • ad 3.: Ich weiß nicht, was Sie tun sollen. Ich weiß aber, wie Sie es herausfinden können.

Genau davon handelt dieser Blog-Post. (mehr …)

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Teil 3: Testen – Lernen – Explorieren

Auch schon Corona-müde? Hilft aber nicht, denn es wird noch dauern, bis so etwas wie Normalbetrieb stattfinden kann. Mir scheint, als sei die begonnene Zeit der allmählichen Lockerungen fast schwerer zu ertragen, als es der Lockdown war. Unweigerlich schaut man auf die Unterschiede, die sich auftun: Warum darf man in jener Branche „x“, wenn wir in unserer Branche lediglich „y“ dürfen? Wieso ist mir nicht „z“ erlaubt, obwohl das in anderen (Bundes-) Ländern möglich ist? Wieder einmal zeigt sich, dass Neid wie auch das Gefühl der eigenen Benachteiligung – zu Recht oder zu Unrecht empfunden – sehr wirksame Motive werden können. Corona-Bewältigungs-Management wird noch mehr als bisher zu Emotionsmanagement. Doch das sollte niemanden überraschen. (mehr …)

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Teil 2: Prinzipien, Ansätze und Maßnahmen zur Mitigation – der „Corona-Leuchtturm“

Corona und kein Ende. Trotz allem dürfte sich in den meisten Unternehmen eine neue, von niemandem gewollte Krisen-Normalität eingestellt haben. Kurzarbeit, Home-Office oder weiterhin (und dann sehr oft unter sehr hohem Druck) an der Maschine, im Lager, am Steuer eines LKW oder mit Patienten die Arbeit fortsetzen: Wir kommen langsam an und richten uns ein. In dieser Krisen-Normalität, die einem Reset gleichkommt, halten wir so gut es geht die Dinge zusammen und versuchen, bestmöglich unseren Aufgaben nachzukommen. Dabei gilt es jedoch, bei aller Improvisationsnotwendigkeit keine neuen Probleme zu produzieren. Im Gegenteil, es sollte unser Anliegen sein, die Auswirkungen der Krise möglichst gering zu halten. Genau das meint „Mitigation“: Linderung, Entschärfung, Abschwächung. Wie das konkret aussehen kann, sei anhand der Leuchtturm-Metapher näher erläutert. (mehr …)

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Teil 1: Fire Fighting, Reset und Mitigation

Ausnahmezustand allerorten. Die Corona-Krise wirft existenzielle Fragen – und nicht selten: Fragen der Existenz – auf; stellt uns permanent vor neue Probleme, weil immer wieder Selbstverständlichkeiten kollabieren; konfrontiert uns mit unvorhergesehenen Hindernissen und schwerwiegenden Konsequenzen: Es ist die Zeit der roten Telefone. Angesichts der Ausmaße dieser realen Krise werden die in den letzten Jahren geführten Diskurse über VUCA, Disruption und Co. zur Sandkastenspielerei: Mehr Disruption als jetzt war nie. Viele Unternehmen und Führungskräfte können derzeit nur noch reagieren. Aus Macht- wird Hilflosigkeit, Verzweiflung oder gar Resignation scheinen durch. Niemand weiß, wie lange dieser Alptraum dauern wird. Kein Kraut dagegen gewachsen? Doch. (mehr …)

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„Das können Sie so oder so sehen.“ Tosendes Gelächter im Raum, einander zunickende Gesichter im Publikum, schon wendet man sich dem nächsten Fragensteller zu. Wir aber halten den Film kurz an und schauen genauer hin: Ein Redner hat soeben auf einen kritischen Hinweis zu seinem Vortrag reagiert und man muss bei allem Wohlwollen sagen, dass seine Replik weder überzeugend ist noch irgendeine inhaltliche Aussage enthält, mit viel gutem Willen könnte man sie als schlagfertig verbuchen. Doch der kritische Einwand bleibt offen, was aber niemanden mehr interessiert (bis auf die Person, die den kritischen Einwand geäußert hat). Wie kann es sein, dass der Redner damit derart erfolgreich durchkommt?

Antwort: Weil er auf der Konferenz der Keynote-Speaker ist. In der Szene gilt der Mann als Koryphäe. Seine Erfolge als ehemaliger Kommunikationschef eines DAX-30-Unter­nehmens sind Legende. Nun, da er als Berater aktiv geworden ist und seine Bücher zu Bestsellern werden, verleiht er durch seine – gut honorierten – Auftritte als Speaker jeder Veranstaltung den gewissen Glanz. Das weiß man und genau das ist es, was seine eher banalen Ausführungen für das anwesende Publikum zu einem inspirierenden Erlebnis erheben: Was er sagt, hat Relevanz, denn er ist es, der es sagt. Wie kann so etwas funktionieren? (mehr …)

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Rund 150 Menschen sind im Saal, als Jens Feuerbach, der eigentlich anders heißt, über einen riesengroßen Flop spricht, den er selbst verursacht hat. Jens ist der zweite Sprecher auf einer sogenannten „Fuckup Night“, in der es darum geht, über persönlich verursachtes Scheitern – im Englischen etwas drastisch als „fuckup“ bezeichnet – zu berichten und aufzuzeigen, was daraus zu lernen ist. Erfunden im Jahr 2012 in Mexico-City, finden Fuckup Nights mittlerweile weltweit in über 300 Städten aus rund 80 Ländern statt. Schon sind erste Unternehmen auf das Format aufmerksam geworden, denn mit der Fuckup Night lässt sich einem alten Thema neuer Schwung verleihen: der Weiterentwicklung der Fehlerkultur. (mehr …)

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Weshalb „Warum“ verengt und warum „Wozu“ den Weg weist

„Always start with why“: Vor genau 10 Jahren, im September 2009, hielt der Unternehmensberater Simon Sinek einen Vortrag auf einer TED-Conference unter diesem Titel. Sinek zeigte eindrucksvoll auf, was außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmen oder Personen von anderen, höchstens durchschnittlich erfolgreichen Akteuren unterscheidet: Es gelingt ihnen, einen „Purpose“, also den weit in die Zukunft weisenden Zweck bzw. übergeordneten Sinn zu installieren, von dem sich alles andere ableitet. Spätestens mit diesem „TED Talk“ kam der bis auf den heutigen Tag andauernde Hype um den Ausdruck „Purpose“ in Schwung. Mittlerweile kommt kaum eine Diskussion über Führung, Leadership und Inspiration ohne dieses Zauberwort aus – und stets geht es um das „Why“ als Ausgangspunkt. Sie sehen nicht, was es daran zu meckern gibt? Ich aber. Denn ich bin davon überzeugt: Wer nach Purpose und Sinn fragt, sollte gerade NICHT mit „Why“ ansetzen, weil diese Frage gerade nicht in die Zukunft weist. (mehr …)

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Risikomanagement ist längst selbstverständlicher Teil der Unternehmenssteuerung geworden. Waren es bis Ende der 1990er Jahre eher die Finance-Bereiche, die sich mit in der Hauptsache finanziellen Risiken auseinandersetzten, so entwickelten sich spätestens mit den 2000er Jahren auch in anderen Bereichen methodische Anwendungen des Risikomanagements. Qualitäts-, Umwelt- oder Gesundheitsmanagement, um nur einige zu nennen, setzen sich seitdem mit Risiken und Chancen auseinander. Auch die internationalen Standards der „International Organization for Standardization (ISO)“ griffen das Thema auf – in spezifischen Standards wie der ISO 31000 zum Risikomanagement und in jüngerer Zeit durch eine deutliche Hervorhebung des Themas in den weltweit anerkannten Standards wie beispielsweise zum Qualitäts- oder Umweltmanagement. (mehr …)

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Den Regelverstoß erkennen und strukturelle Blindheit überwinden

Da war sie, die schon immer befürchtete Katastrophe. Ein großer Lebensmittelhersteller musste eine komplette Produktionscharge, die längst ausgeliefert und in nicht geringem Umfang bereits verkauft, wenn nicht sogar in den Bäuchen der Verbraucher gelandet war, aufgrund eines Verunreinigungsrisikos zurückrufen. Der Schaden war immens. Finanzielle und juristische Inanspruchnahme wurden unmittelbar wirksam, aber die mittelbaren Kosten überwogen bei weitem, Reputation und Markenimage waren dahin. Der Clou bei all dem: Das Unternehmen betrieb einen großen Aufwand bei der Qualitätskontrolle, hatte engmaschige Prüfroutinen installiert und verfügte obendrein über ein nach internationalen Standards zertifiziertes Qualitätsmanagement. Wie passt das zusammen? (mehr …)

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