Erfolgsrisiko Erfolg: Selbstgefällig in die Pleite /#18

Es waren einmal Weitsicht, Entschlossenheit und Fortüne. Daraus entstanden beeindruckende Unternehmens-erfolge. Doch Erfolg macht zuweilen blind und immunisiert gegen kritische (Selbst-) Reflexion. Denn es ist ein Unterschied, ob das Unternehmen etwas gewinnen will oder lediglich auf Vermeidung von Fehlern ausgerichtet ist. Und so wird Erfolg zum Risiko für künftige Erfolge.

Deming, Mizuno und das Lernen: plan-do-check-LEARN /#17

„Plan – Do – Check – Act“ ist in aller Munde. Dieses zirkulär gedachte Modell, das fälschlich dem großen US-amerikanischen Qualitäts-Pionier William E. Deming zugeordnet wird, steht für den kontinuierlichen Verbesse-rungsprozess. Es trägt dazu bei, das Vorgehen in der Organisation zu systematisieren. Doch genauere Blicke zeigen, dass der 4. Schritt, das „Act“, nicht zu leugnende Inkonsistenzen erzeugt. Diese lassen sich beheben, wenn man das „Act“ durch die Kategorie „Learn“ ersetzt. Gleichzeitig wird eine Brücke geschlagen zwischen Total Quality Management und dem Ansatz der „Lernenden Organisation“.

Routine. Es kommt drauf an, was man draus macht /#16

Routinen haben kein gutes Image. Man denkt an Bürokratie, an erstarrte Prozeduren und ist gelangweilt, sobald Routine ins Spiel kommt. Dabei ist unser Leben durchsetzt von Routinen, denn wiederkehrende Tätigkeiten mit wenig Aufwand und Koordinationsbedarf effizient erledigen zu können, schafft Freiräume – nicht zuletzt für Innovation und Kreativität. Das gelingt jedoch nur, wenn Routinen transparent vereinbart und damit verhandelbar werden.

Leben retten durch Zoobesuch /#15

Manchmal suchen wir nach neuen Lösungen – und kommen nicht weiter. In Sachen Kreativität erscheint lediglich die Nullmeldung: Unsere Denkraster sind zu festgefahren, so dass wir ausschließlich mehr vom Selben produzieren. Statt weiter auf den genialen Moment zu warten, hilft manchmal schon ein Wechsel der Umgebung. Neue und ungewöhnliche Anstöße von außen kommen ins Spiel. Bewusst eingesetzter Kontextwechsel und Transfer von Beobachtungen ermöglichen innovative Neukombinationen von Elementen in Richtung vielversprechender Lösungsräume.

Fragen? /#14

Fragen stellen. Dumme Fragen stellen (die gibt es nämlich durchaus). Wahrhaftig etwas wissen wollen. Den Kollegen fragen, was er wirklich meint. Den Monolog der Chefin unterbrechen. Auch mal frech sein. In Frage stellen. Sich interessieren. Durch eine vollkommen unerwartete Frage einen Impuls geben. Irritieren. Regeln verletzen. Ernsthaft sein. Grenzen respektieren – und setzen. Neu setzen. Zeigen, dass man achtsam ist. Auf Lösungen zusteuern. Persönlich werden. Zum Lachen bringen. Das Spiel spielen. Das Spiel unterbrechen. Sich trauen. Lachen. Fragen?

Interne Kommunikation messen und bewerten: Kommunikationsaudits als praxisbewährte Evaluationsmethode /#13

Was bringt die interne Kommunikation? Der allgegenwärtige Effizienz- und Effektivitätsdruck der Controller hat längst auch die Kommunikationsabteilungen erreicht. Doch anders als in Produktionsbereichen, in denen sich Stückzahlen mit Zeit- und Ressourceneinsatz vergleichsweise einfach zu aussagefähigen Kennzahlen verrechnen lassen, stehen datenbasierte Bewertungen nicht ohne weiteres zur Verfügung. Nimmt man neben der Zentralkommunikation auch die Prozesskommunikation sowie Qualifizierungsmaßnahmen mit Fokus auf Kommunikation hinzu, dann scheint es umso schwieriger, mathematisch ‚saubere‘ Messgrößen zu finden. Durch Nutzung qualitativer Erhebungsverfahren, wie sie in den Sozialwissenschaften seit Jahrzehnten verwendet werden, lässt sich das vermeintliche Defizit beheben. Für die qualitative Evaluation von interner Kommunikation bieten sich insbesondere die Kommunikationsaudits an.