Ein Kaffee for free: Erst der Hörer macht die Kommunikation_#49

Erst mit dem interpretierenden Zuhören wird aus einer Mitteilung ein miteinander Geteiltes. Damit kommt dem Hörer eine deutlich wichtigere Rolle für das Gelingen zwischenmenschlicher Kommunikation zu, als es beispielsweise das Sender-Empfänger-Modell vermuten lässt. Wer also Kommunikation verbessern will, sollte vor allem das Zuhören verbessern.

Unkorrigierbare Annahmen als Risikofaktor _#48

Unsere Sicht auf die Welt ist geprägt von tief verwurzelten „Gewissheiten“, die sich bei genauerem Hinsehen oftmals als unkorrigierbare Annahmen entpuppen. Unkorrigierbare Annahmen sind solche, die wir als gegeben ansehen und nicht in Frage stellen. Solche unkorrigierbaren Annahmen wirken als Glaubenssätze auch in Unternehmen, indem sie unser Handeln und Entscheiden wesentlich prägen. Nur: Diesen Umstand reflektieren wir praktisch nie.

Management der organisationsinternen Kommunikation_#47

Wie könnte ein durchgängiges und ganzheitlich aufgesetztes Management der internen Kommunikation aussehen? Was würde sich ändern und welche ganz konkreten Auswirkungen wären in der täglichen Praxis festzustellen? Anhand einer konstruierten Fallstudie, der „Beispiel GmbH“, gebe ich Antworten anhand einiger ausgewählter Handlungsfelder. Die sind aus realen Projekten für namhafte Kundenunternehmen abgeleitet.

Management der organisationsinternen Kommunikation_#46

Die gute Nachricht: Längst haben sich die Kommunikationsabteilungen, also jene Organisationseinheiten, die in den Unternehmen die Zentralkommunikation betreuen, professionalisiert. Managementansätze und -methoden sind selbstverständlich geworden, sodass die interne Zentralkommunikation als Organ der Unternehmensleitung und damit als wesentliches Führungsinstrument anerkannt ist. Sehr viel schlechter steht es um die alltäglich stattfindende Prozesskommunikation. Diese harrt weiterhin ihrer Entdeckung als maßgebliche Ressource für Effektivität und Effizienz. Und die Kommunikationsprofis? Sehen sich nicht gefordert.

Management der organisationsinternen Kommunikation. Teil 1: Der Stoff, aus dem die Unternehmen sind_#45

Der Tenor in Mitarbeiterbefragungen beliebiger Unternehmen: „Unser Problem ist die Kommunikation“; „Hier wird zu wenig kommuniziert“; „Man kriegt keine Info“. Allerorten findet sich die interne Kommunikation als ein Top 3 Problem. Die Kritik zielt jedoch fast immer auf die Kommunikation, die permanent ausgeführt wird, nämlich die Prozesskommunikation. Diese ist ein enormer Hebel zur Erzeugung von Effektivitäts- und Effizienzgewinnen. Wer-den aus den (leider sehr häufig berechtigten) Klagen die falschen Schlüsse gezogen, dann bleibt es lediglich bei Verbesserungen der Zentralkommunikation. Auch diese Verbesserungen mögen ihre Berechtigung haben, aber die allgegenwärtige Prozesskommunikation, in der es hakt, bleibt weiterhin sich selbst überlassen.

„Wolle die Wandlung“_#44

Change bleibt viel zu oft wirkungslos. Das gilt insbesondere für die wirklich großen Vorhaben, die einen nachhaltig wirksamen Wandel der Unternehmenskultur anstreben. In heutigen Zeiten, die von einem weiter zunehmenden Veränderungsdruck geprägt sind, braucht es jedoch eine andere persönliche Haltung. Es gilt, Veränderung nicht nur als vorübergehende Episode hinzunehmen, sondern als permanent wirksames Momentum zu begreifen. Dies zu vermitteln ist nicht leicht. Zugänge über sinnliche Erfahrungen, die in angepasster Weise Genres aus der Kunst aufgreifen, können helfen. Die vermutlich radikalste, weil auf die größten Vorbehalte treffende Form dürfte Lyrik sein – Grund genug, genau damit zu experimentieren.

„Das sagt mir meine Intuition“: Alle Macht den Bäuchen?_#43

Entscheidungen auf Basis von Intuition und Bauchgefühl haben Konjunktur, wie es scheint. Das erstaunt, wider-spricht es doch dem für Wirtschaftsunternehmen und ihre mannigfaltigen Komplexitäten anerkannten Imperativ der Rationalität. Doch es gibt durchaus triftige Gründe für einen komplexitätsreduzierenden Gebrauch der Intuition – die keineswegs nur aus Gefühl besteht.

Nicht in die Perfektionsfalle geraten: Beta ist better_#42

Neulich hörte ich den Satz: „Lieber unperfekt loslegen als perfekt warten.“ Das trifft es, wie ich meine. Denn gerade für komplexe Veränderungsprozesse in komplexen Systemen wie einer Unternehmensorganisation gilt, dass eine perfekte Konzeption, die alle Eventualitäten, Risiken und Optionen vollumfänglich berücksichtigt, unmöglich ist. Wer sich einem inadäquat hohen Perfektionsanspruch unterwirft, bevor es überhaupt richtig losgegangen ist, kommt über die Konzeptphase kaum hinaus. Genau das ist es, was sich die Gegner einer Veränderung zunutze machen.

Weihnachtsfeiern: Man weiß nie, was man kriegt_#41

Es gibt unzählige Geschichten über Weihnachtsfeiern im Unternehmen, die sehr unterschiedlich gestimmt sind. Nicht wenige handeln von Peinlichkeiten und Entgleisungen. Andere berichten über schöne Momente und einen harmonischen Verlauf. Ich möchte Ihnen 2 Geschichten erzählen, die – bei leichter Veränderung und ausgeprägter Anonymisierung – tatsächlich geschehen sind und mich auf ihre Art emotional berührt haben.

Leitbild, Vision, Policy – die große Kakophonie_#40

Leitbilder, Vision-Mission-Erklärungen, Unternehmenswerte und ähnlich betitelte Grundsatzdeklarationen gelten gemeinhin als „Hochglanzbroschürengeschwafel“. Mangelnde Glaubwürdigkeit, Praxisferne und die beliebige Auswahl von allerorten anzutreffenden Worthülsen tragen zu dem schlechten Image bei. Dabei könnten Grundsatzdeklarationen eine wichtige Aufgabe erfüllen: Sie können Orientierung und Sinn liefern. Dazu müsste jedoch zunächst tüchtig aufgeräumt werden.